Luisenbad

Vom Kurbad zur Bibliothek- Tag des offenen Denkmals 2020

"Ein Kurbad im Wedding?", da schütteln viele nur mit dem Kopf. Dabei schlummern seit vielen Jahren die Überreste des Kurbades Luisenbad in einem Hinterhof in der Badstraße. Hier sprudelte einst die legendäre Gesundbrunnenquelle.

Überzeugt von ihrer Heilkraft plante Heinrich Behm, der

Hofapotheker des Preußenkönigs Friedrich II., an diesem Ort ein stattliches Kurbad errichten.

So kurierten sich hier Ende des 18. Jahrhunderts gichtgeplagte Berliner und Berlinerinnen.

Doch der König drehte Behm überraschend den Geldhahn zu, so dass dieser nur einen Teil seiner Pläne verwirklichen konnte. Dem Bad drohte daraufhin der Untergang.

Nach mehreren Besitzerwechseln schenkte dem Bad im Jahr 1809 die Königin Luise ihren Namen; der Kurort an der Panke erlebte eine kurze Renaissance. Ob sie jemals selbst von der Heilquelle getrunken hat, bleibt bis heute ein Geheimnis.

Die legendäre Gesundbrunnenquelle sorgte auch in unseren Tagen noch für Aufregung und Spekulationen. Thomas Gärtner und Marlies Mäder können einige Geschichten davon erzählen...

Zum Tag des offenen Denkmals 2020 kann der historische Puttensaal besichtigt werden!

DAUER: Die Tour dauert 1,5-2 Stunden.

TREFFPUNKT: Badstraße 35, Hinterhof, vor der Bibliothek am Luisenbad